Godzilla: The Planet Eater ★★

Planet der Monster Trilogie - Film#3
Size does matter – The GOD of the Monsters Charts
2018 - Movie Charts

Äh... ooookay, dass war seltsam.

Die "Planet der Monster" Trilogie ist vielleicht das erste Godzilla Projekt, seit dem Original, welches seine Botschaft in den Vordergrund stellt und die populären Elemente der Marke nur als Aufhänger benutzt. Esoterik und Religion sowie Technologie- und Zivilisationskritik, die Bandbreite der Botschaften und Themen ist umfangreich und man scheut sich nicht davor unbequeme Fragen zu stellen.

Und wie schon bei den Vorgängern wird das durch eine faszinierende Optik in Szene gesetzt, was auch hier immer wieder für großartige Bilder sorgt. Leider bleiben die erzählerischen Probleme der Vorgänger, werden hier sogar auf die Spitze getrieben. Denn anstatt seine Optik für sich zu benutzen und hauptsächlich visuell zu erzählen ist "Godzilla 3 - Planet Eater" ungeheuer geschwätzig. Ausufernder Technobabbel begleitet Godzillas Kampf gegen diese Gidhora Inkarnation, der uns eigentlich nur vermitteln soll, dass das alles ja unmöglich ist was da passiert. In der auch visuell eintönigen ersten halben Stunde werden ewige Gespräche in immer denselben Settings abgehalten, welche die neue Prämisse platt walzen.

Die tollen Bilder, die eigentlich für sich schon genug Strahl- und Erzählkraft besitzen könnten, werden durch die vielen Off-Kommentare nieder gerungen. Das ist alles nicht uninteressant aber es ist nicht besonders aufregend erzählt.

Und dann muss man sich auch die Frage stellen für wen diese Trilogie jetzt eigentlich gemacht wurde. Der erste Teil, wohl noch der konventionellste, bietet immerhin noch recht klassische Godzilla-Action in diesem neuen Setting, aber Teil 2 und vor allem dieser hier können eigentlich kaum mit den Elementen punkten die Godzilla in all den Jahrzehnten in eine solch populäre Marke verwandelt haben. Weder gibt es wirkliche Monsterkämpfe (tatsächlich bewegt sich Godzilla in diesem Film so gut wie gar nicht), noch ist der Trashfaktor so hoch, dass man damit unschuldigen Spaß haben kann. Dazu ist das Ganze mit seinen Themen und Botschaften auch zu verquast.

Da bleibt dann nur die tolle Optik, ein frisches und interessantes Setting, was aber beides durch seine sperrige und schwache Erzählweise immer wieder untergraben wird. Diverse Male hatte mich der Film während seiner Laufzeit beinahe komplett verloren, trotzdem empfinde ich eine gewisse Faszination für dieses äußerst ungewöhnliche Godzillaprojekt, was aber über die eklatanten erzählerische Schwächen nicht hinweg täuschen kann.

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