The Villainess ★★★½

Ich bin ganz zufällig auf diesen Film gestoßen. Zurzeit taste ich mich langsam (dank des großartigen Bong Joon Ho) an koreanische Filme ran und muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin. 

Der Film beginnt mit einem langen One-Shot, der teilweise aus der Ego Perspektive gezeigt wird. (Und das ohne CGI.) Die Kamera und Kim Ok-vin als Hauptdarstellerin sind in brutalen Action Szenen wie diesen perfekt im Einklang. 
Und trotz der spannenden und teilweise wirklich langen Kampfszenen verliert sich der Film nicht in stumpfer Actiongewalt, sondern bietet dem Zuschauer auch eine anspruchsvolle Handlung.
Als Zuschauer lernt man durch Zeitsprünge in die Vergangenheit die Protagonistin Sook-hee und ihr tragisches Schicksal kennen. So wird sie nicht wie eine eiskalte Killermaschine, sondern wie ein Mensch mit Gefühlen gezeigt, weshalb man sich gut mit ihr identifizieren kann. 
Generell gefällt mir sehr die Schauspielarbeit. 
Jedoch war The Villainess für mich ein Stückchen zu lang. Ein mal hatte ich das Gefühl, dass er sich etwas in der Handlung verliert. Doch das bringt einen vielleicht dazu, den Film nochmal zu sehen. Und solche Filme, die einen dazu bringen, ihn mehr als ein Mal zu sehen, sind doch mit die Besten würde ich sagen.