Blood and Bones ★★★★

Bei einem Film namens Blood and Bones mit Takeshi Kitano denkt man vermutlich zunächst an einen harten Yakuza Thriller. Tatsächlich erwartet einen aber ein bedrückendes Drama. Takeshi Kitano spielt einen selbstsüchtigen, trieb-getriebenen und verbitterten Vater. Wenn Scrooge ein gewalttätiger Vergewaltiger wär, dann wär genau DAS seine Verkörperung. Der Erzähler mag zwar sein Sohn sein, doch es geht eigentlich die ganze Zeit, im Stile eines Bestrafungsplots, um Kitanos Figur.
Es ist aber auch ein Familiendrama, das ebenso die Probleme der Armut und (am Rande auch) Krieg thematisiert.

Blood and Bones ist somit eine gigantische Talfahrt. Während andere Filme Höhen und Tiefen haben, hat der hier mur Tiefen und tiefere Tiefen. Viel mehr kann man darüber nicht sagen, außder dass Kitano seine Rolle sehr überzeugend spielt. 145 Minuten klingt für diese Story vielleicht viel, doch es passiert genug, um die Zeit auch sinnvoll zu füllen. Manche Elemente wiederholen sich aber ein wenig zu häufig.