City of Life and Death ★★★★

City of Life and Death wird häufig mit Schindlers Liste verglichen und ich kann nun nachvollziehen, wo dieser Vergleich herkommt.
Es ist ein chinesischer Film über das Massaker von Nanking während des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges, wobei mehrere hunderttausend Menschen ihr Leben verloren und vergewaltigt wurden.
Der Film ist daher nichts, was man mal ebenso schauen kann und er versucht uns dieses dunkle Kapitel der Chinesisch-Japanischen Geschichte auf emotionale weise näher zu bringen. Dafür verfolgen wir das Schicksal verschiedener Personen: z.B das eines japanischen Soldaten, das einer chinesischen Zivilistin oder des Sekretärs von John Rabe, der damals einige Chinesen von dem Tod gerettet hat.
Natürlich erinnert auch der sehr ästhetische Schwarz Weiß-Look an Schindlers Liste. Einige Bilder brennen sich wirklich ein. Allerdings sah es manchmal sogar fast zu gut und glatt-poliert aus, um das Grauen auch genauso schrecklich einzufangen. Manchmal kam dabei ein Gefühl der Distanz zwischen mir und dem Film auf. Im Gegenzug gibt es dann aber auch Momente, die einem ziemlich nah gehen.

Somit ist City of Life and Death ein einprägsamer Film, der die Unmenschlichkeit dieses Massakers aufzeigt, welches aber tatsächlich noch um einiges grausamer war und die Beziehung zwischen China und Japan bis heute nachhaltig geprägt hat.