Love Exposure

Love Exposure ★★★½

4 Stunden untertitelte Japano-Craziness, für die ich mir bei diesem Rewatch eine Erhöhung der Punktzahl gewünscht hätte. Leider hält mich die zweite Hälfte, die ich im Gegensatz zur tollen ersten und guten zweiten Stunde eher so suboptimal finde, da bei mir nach einer gewissen Zeit deutliche Abnutzungserscheinungen aufgetreten sind, nach wie vor davon ab, den Film als großartig betiteln zu können.

Dafür ist mehr als lobenswert, wie ausführlich die Charaktere definiert werden, wie geschickt die Szenen besonders anfangs aufeinander aufbauen und wie viele interessante Themen die Story anspricht. Klar, die Low-Budget-Optik lässt bei den heutigen Sehgewohnheiten etwas zu wünschen übrig, zeigt aber gleichzeitig, dass man nicht immer Unmengen an Geld braucht um seine Vision umsetzen zu können.

Was man dem Film natürlich auch nicht absprechen kann, ist sein Unterhaltungsfaktor. Dieser geht zwar hier und da im Leerlauf der zweiten Hälfte etwas verloren, ist dank der schieren Verrücktheit und Originalität der Geschichte aber eigentlich durchgehend vorhanden.

Für jeden, der mal etwas tiefer in die ostasiatische Filmlandschaft eintauchen möchte, ist Love Exposure durchaus empfehlenswert, zu den allerbesten filmischen Vertretern der Region zählt er für mich jedoch nicht.

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