A Silent Voice ★★★★

#Japanuary 6/11

Ich habe bestimmt 60 von 130 Minuten versucht nicht zu heulen, denn einige Szenen sind wirkliche tearjerker. Der Film wechselt ständig zwischen Hochs und Tiefs, dass es einen ganz schön mitnimmt und funktioniert so auch mühelos über die Länge. Einigen Stellen wirken zwar komisch und Naoka war als Charakter eher störend ohne sich wirklich gut in die Story einzufügen - das ist aber sicher der Komprimierung der Mangavorlage geschuldet. Auch nicht immer haben sich mir Shoyas Handlungen und Gefühle erschlossen und manches Drama war animetypisch unnötig kompliziert konstruiert. Das alles sind aber nur Kleinigkeiten in einem tollen Gesamtbild. Das Thema Gehörlosigkeit wird behutsam und mit vielen Facetten behandelt. Der Großteil der Charaktere ist liebenswert, vor allem Yuzuru gibt dem Ganzen viel. Besonders gelungen ist auch die visuelle Umsetzung der Isolation durch Kreuze, die ein wirkungsvolles, emotionales Bild liefern.
Insgesamt bekommt man eine wirklich ungewöhnliche und rührende Geschichte, die von Slice of Life Humor über die Peinlichkeiten einer ersten Liebe bis zu Selbsthass und Suizid eine Vielzahl von Ebenen enthält und beleuchtet.