Ma Rainey's Black Bottom ★★★★

Ein zugleich schlichter und doch extravaganter Film. Zwei Settings, kaum Kostümwechsel und keine großen Kamerafahrten. Daraus stechen Viola Davis und Chadwick Boseman hervor. Besonders Bosemans Leistung treibt mir Tränen in die Augen, wenn ich dran denke, dass er beim Dreh sterbenskrank war. Gleichzeitig erfreue ich mich an der puren Präsenz von Viola Davis, die im Film ab der ersten Sekunde jeden Raum beherrscht, da kommt selbst Boseman nicht gegen an. Dass die beiden noch aufeinander treffen konnten, ist ein Geschenk.
Der Film verhandelt – so interpretiere ich das – wie Afro-Amerikaner:innen in der von weißen dominierten Gesellschaft überleben und vielleicht sogar Erfolg haben können. Eine Diskussion, die sich auch schon in anderen Filmen finden lässt (erst neulich bei One Night in Miami), die aber auch unendlich viele Facetten hat, so dass kein Film darüber zu viel ist.