Dune

Dune ★★★½

Ich sage es nicht gerne, aber ich kann mit vielen Details dieser Verfilmung von Denis Villeneuve nicht so recht warm werden. Ja, ich gebe zu, dass ich trotz all ihrer technischen und erzählerischen Unzulänglichkeiten, die Verfilmung von David Lynch geradezu abgöttisch verehre, weil sie mir damals in genau dem richtigen Alter über den Weg lief. Die um die Navigatoren-Szene gekürzte Kauf-Kassette aus dem Woolworth in Waltrop, befand sich bis zur Veröffentlichung der Marketing-DVD in meinem Besitz und die Musik der radiofreundlichen Band Toto (mit Brian Enos Prophecy-Theme als edlen Kurschatten) ist sowieso ein guilty pleasure, an das Hans Zimmer mit seinen Arabesken nicht annähernd heran zu kommen vermag.
Was ich damit sagen will ist, dass Villeneuves Version, bzw. ersten Teil, vom Wüstenplaneten Arrakis viel von jenem Charakter fehlt, den Lynch aus Zwang, Unwissenheit und wohl auch Egal-Haltung zu dem Stoff auf Geheiß des Imperators (hier Familie de Laurentiis) da hinein packen musste.
DUNE: TEIL 1 ist in weiten Teilen eine aalglatte, selten über sich selbst lachende, weil eben bierernste Angelegenheit, die zwar die erzählerischen Löcher zu kitten vermag, aber sich selten einfach mal gehen lässt.
Ich hoffe einfach mal, dass ein zweiter Film nicht allzu lange auf sich warten lässt.