Jin-Roh: The Wolf Brigade ★★★

#Japanuary 2018, Film #1

Alternatives Japan 10 Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Nur langsam erholt sich das Land von der Besatzung durch Deutschland. Aus der angespannten Lage heraus, hat sich eine radikale Gruppe an Regierungsgegnern, genannt “Die Sekte“, zusammengeschlossen. Um die terroristischen Anschläge verhindern zu können, ruft die faschistische Regierung eine Spezialeinheit (die “Hauptstadtpolizei“) ins Leben.

Im Zentrum von Jin-Roh steht, anders als der Film am Anfang vermittelt und von mir im Voraus angenommen wurde, ein Liebesdrama. Dieses wird zwar konsequent zu Ende erzählt, aber hat bei mir auf emotionaler Ebene keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Was sicherlich an den wenig überzeugenden Gesichtsanimationen liegt, wodurch einfach kaum Emotionen zu erkennen sind bzw. übertragen wurden.

Die nüchterne und kalte Atmosphäre, dieser fast bürgerkriegsähnlichen Zuständen, fängt der Film aber hervorragend ein, und erzeugt dadurch durchgehend ein unwohles Gefühl.
Die politischen und militärischen Machtspiele, einzelner Fraktionen, sind interessant zu beobachten und beinhalten den ein oder anderen Plot-Twist.
Ein ständiger Begleiter während des Films ist das immer wieder, in leicht abgewandelter Form, aufgegriffene Rotkäppchen Märchen. Dies durchzieht als roter Faden, und Metapher der zentralen Geschichte, den kompletten Film.

Alles in allem kann ich der stimmigen Atmosphäre, den durchdachten politischen Intrigen und der harten Action zwar Respekt zollen. Darüber hinaus aber hat, die im Mittelpunkt stehende Liebesgeschichte, bei mir kaum funktioniert und somit der Film als Ganzes, auch nicht komplett überzeugt.