A Fistful of Dollars ★★★½

2. Film unseres Western Marathons.

Drei Western von Sergio Leone habe ich dieses Wochenende kennengelernt, denn hier klaffte bisher eine peinliche Lücke in meinem Filmwissen. Und auch wenn dieser im Vergleich zu den anderen beiden weniger episch wirkt, hat er mir am besten gefallen.

"Für eine Handvoll Dollar" erzählt die Geschichte eines geheimnisvollen Fremden, der in einer Stadt in New Mexico nicht ganz unabsichtlich zwischen die Fronten zweier verfeindeter Clans gerät. Der Hauptcharakter taugt zum coolen Actionhelden, aber auch die Atmosphäre stimmt. Bereits hier zeigen sich Leones gelungene Inszenierung und dass er nicht vor Brutalität zurückschreckt. Seine Western sind dreckig und hundsgemein. Und die Musik von Ennio Morricone ist natürlich ein Highlight. Ein wenig merkt man dem Film sein geringes Budget zwar an, aber wirklich gestört hat es mich nicht.

Western-Disclaimer: Dass ich nicht mehr Sterne vergebe, liegt einfach an meinem persönlichen Geschmack. Es ist kein Film, den ich mir noch einmal ansehen möchte, weil der Funke nicht so sehr rübergesprungen ist, wie ich gehofft hatte. Das mag am Genre liegen, denn so ging es mir bei allen Western an diesem Wochenende. Ich erwähne es nur extra, weil ich mir ein bisschen schlecht dabei vorkomme, einen Klassiker, der so viele gute Elemente hat und so beliebt ist, mit "wenig" Sternen abzustrafen. Meine Bewertungen sind eben vollkommen subjektiv, aber ich kann jetzt zumindest nachvollziehen, was anderen daran gefällt.