Abattoir ★★★

Es fällt mir unheimlich schwer, ABATTOIR zu bewerten, deshalb kann es sein, dass ich die Sterne später noch nach unten korrigiere.

Was wirklich gelungen ist, ist der frische Ansatz im ausgelutschten Haunted House Genre. Das Poster verrät es bereits: Hier geht es um jemanden, der sich selber ein Spukhaus baut. Zu diesem Zweck "sammelt" er Räume, in denen sich grausame Gewalttaten ereignet haben. Darauf wird eine junge Reporterin aufmerksam, die Nachforschungen über die Ermodung ihrer Schwester und deren Familie anstellt. Alle Spuren führen ausgerechnet in ihre Heimatstadt, die sie seit ihrer Kindheit nicht mehr besucht hat...

Der Regisseur wurde sehr durch den Film Noir inspiriert, was ich allerdings mangels Erfahrung mit diesem Genre (ich und alte Filme... tut mir Leid) nicht fachmännisch beurteilen kann. Aufgefallen sind mir vor allem die Kostüme, die Ausstattung und gewisse Charaktere ("der Cop"). Das hat Charme, vor allem in einem Gruselfilm. Man muss sich aber erst einmal daran gewöhnen, denn im ersten Moment dachte ich, sie hätten einfach wild zwei verschiedene Jahrzehnte vermischt.

Mein Hauptproblem mit ABATTOIR ist aber ein anders, und zwar, dass ich vieles einfach nicht verstanden habe. Das mag an den unnötig verschwurbelten Diaolgen oder nuschelnden Hauptdarstellern gelegen haben, jedenfalls sitze ich gerade hier mit vielen Fragezeichen im Kopf. Vor allem die Motivation der Dorfbewohner kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn ich das beiseite schiebe, bleibt aber dennoch ein sehr atmosphärischer Mysterythriller übrig. Er hat in der Mitte leider einige Längen und erst das Finale ist das, worauf man die ganze Zeit gewartet hat. Aber insgesamt immer noch ein guter Film mit unverbrauchten Ideen.

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