Adaptation. ★★★½

4. Film unseres Nicolas Cage Marathons.

Wenn ich über Charlie Kaufman rede, verwechsle ich seinen Vornamen grundsätzlich mit dem vom Andy Kaufman, aber das sollte nicht den Eindruck erwecken, dass ich ihn nicht schätze. Im Gegenteil - er ist der einzige Drehbuchautor, dessen Filme mich neugierig machen, einfach nur weil er der Autor ist. Sein Stil ist sehr individuell und phantasievoll, und er hat ein Händchen dafür, emotionale Themen ohne Kitsch zu verpacken. "Being John Malkovich" und "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" gehören zu meinen Lieblingsfilmen, und auch wenn "Adaption." im Vergleich dazu für mich einige Längen hatte, kann ich ihn nur empfehlen. Nicolas Cage spielt darin Kaufman selber, der an der Adaption eines Romans über Orchideen verzweifelt. Und ich muss zugeben, dass ich erstaunt war, wie gut er in dieser für ihn ungewöhnlichen Rolle als introvertierter, von Selbstzweifeln geplagter Künstler funktioniert. Gleichzeitig spielt er auch noch Charlies fiktiven Zwillingsbruder, der nach einem erfolgsversprechenden Seminar ebenfalls eine Karriere als Drehbuchautor anstrebt. Im Vergleich zu den anderen beiden genannten Filmen bleibt "Adaption." eher bodenständig und driftet nicht ins Phantastische ab, aber er bietet einen sehr erhlich wirkenden Einblick in die Gedankenwelt eines Autors, der mal witzig, mal tragisch und mal völlig absurd ausfällt.