All Monsters Attack ★★

Was wäre wohl Godzillas Botschaft, wenn ausgerechnet er Grundschülern etwas über Mobbing beibringen müsste? Diesem Film zufolge am ehesten: "Prügel dich!" Und das ist noch das unterhaltsamste daran.

Es ist schwer zu glauben, dass Ishirō Honda persönlich für diesen zehnten Godzilla Film verantwortlich war, denn es handelt sich um einen lieblos heruntergedrehten Kinderfilm, der eher peinlich als niedlich wirkt. Ein kleiner Junge wird von Mitschülern geärgert, begegnet aber in seinen Träumen Godzilla und seinem sprechenden (!) Sohn Minilla, die ihm Mut machen. Es wirkt, als wären die Godzillafilme hier tatsächlich nur Filme, weil sich die Auftritte der Monster auf die Traumsequenzen beschränken und der Junge einen Spielzeug-Godzilla besitzt. Soweit klingt das nach einer kreativen Idee, aber im Grunde wollte man dadurch nur Geld sparen. Bis auf ein neues Monster sind alle Kämpfe einfach aus den vorherigen Godzilla Filmen kopiert worden. Wie dreist! Werden Kinder für so blöd gehalten oder denkt man, es sei ihnen egal? Ich habe mich jedenfalls verarscht gefühlt. Dass hin und wieder aus Kostengründen Stock Footage aus älteren Filmen verwendet wird, kommt öfter in der Godzilla Reihe vor, aber das hier war ein absoluter Tiefpunkt. Dazu kommt der wirklich nervige Minilla, der auf einmal nicht nur reden, sondern sich auch auf Menschengrößen schrumpfen kann. Logik sollte man in Träumen natürlich außer acht lassen, aber trotzdem war mir sogar die 08/15 Bankräuber-Nebenhandlung lieber, als die Kaiju-Auftritte. Und das will etwas heißen.

Das einzig Positive an ALL MONSTERS ATTACK ist, dass man über ihn den Kopf schütteln kann, weil er in gewisser Weise so schlecht ist, dass es schon wieder lustig ist. Aber selbst unter diesem Gesichtspunkt hat man mit anderen Godzillafilmen mehr Spaß, weil hier die Monsterszenen absolut nicht überzeugen können. Zu recht der unbeliebteste Film der Reihe.