Arachnophobia ★★★★

9. Film unseres Steven Spielberg Marathons.

Ich weiß nicht, was zwischen 1990 und 1995 mit Frank Marshall passiert ist, aber ARACHNOPHOBIA ist glücklicherweise meilenweit von dem Murks entfernt, den er mit CONGO fabriziert hat. Wie kann es sein, dass ich bei den dutzendtausend Tierhorrorfilmen in meinem Filmtagebuch diesen Klassiker noch nicht kannte?

Das Schöne an ARACHNOPHOBIA ist, dass er ein Vertreter des Genres ist, der sich ernst nimmt, und der mit einem Aufwand produziert wurde, den man heute nur noch selten antrifft. Ich hatte es ja schon bei DER WEISSE HAI geschrieben: Wenn ich heute an Tierhorror denke, denke ich an billige Massenware à la Sharknado 1-5. Zur ironischen Unterhaltung reicht es noch, aber wirklich ambitionierte, spannende Tierhorrorfilme machen sich rar. Dabei beweist ARACHNOPHOBIA, dass man nicht einmal eine sonderlich ausgefallene Geschichte oder beeindruckende Computereffekte braucht. Die Spinnenangst überträgt sich gerade deshalb auf den Zuschauer, weil die Viecher so alltäglich wirken und realistisch aussehen. So eine ähnliche ist doch jedem schon mal im Keller begegnet - was wäre, wenn ihr Gift plötzlich innerhalb von Sekunden töten könnte? Man gruselt sich und hat Spaß, ohne dass das Ganze ins Lächerliche abdriftet, denn die Spinnen werden ernst genommen. Und diese Mischung macht ARACHNOPHOBIA zu einem verdammt guten Tierhorrorfilm.