Ator, the Fighting Eagle ★★½

There is no review for this diary entry. Add a review?

Mein bester DVD-Blindkauf der letzten Zeit war die "Barbarenbox". Vier trashige, italienische Fantasystreifen aus den frügen 80ern in einem Set, wer kann da widerstehen? Es wurden ein paar Freunde und Knabberzeug im Wohnzimmer platziert und das Spektakal konnte beginnen!

Joe D'Amatos "Ator" erzählt die Geschichte einer Prophezeiung: Ator, der Sohn Taurens, ist auserwählt, das Land von der brutalen Herrschafts des Spinnenkults zu befreien. Damit auch bitte jedem klar wird, welches Tier dort angebetet wird, sieht man den bösen Chef-Kultisten liebevoll mit Vogelspinnen hantieren. Und auch ansonsten können die Tiere in diesem Film mehr überzeugen als die menschlichen Darsteller. Ators treuer Begleiter ist ein kleiner Bär, der wie ein Schwein grunzt. Und natürlich gibt es auch eine Amazone! Im Vergleich zu den anderen Barbarenfilmen dieser Machart, darf sie sich sogar ein wenig amazonenhaft verhalten. Auch wenn sie letztendlich natürlich Ators blonden Locken verfällt - aber wer kann es ihr verübeln?

Ators Reise bietet zwar nicht ganz den absurden Unterhaltungswert von Yor, the Hunter from the Future, aber einige Szenen sind beachtenswert. So kämpft er etwa gegen Schatten, blinde Schmiede und Riesenspinnen. Leider vertraute man nicht in die eigene Effektschmiedekunst und so wirkt z.B. der große Endkampg ziemlich lächerlich. Und überhaupt - welche Spinne baut sich ihr Netz aus Seilen?

Obwohl man von Joe D'Amato auch schon anderes gesehen hat, hält er sich was den Gewaltgrad und nackte Frauen angeht in diesem Film sehr zurück. Alles ziemlich harmlos... Und Ator kann zwar mit einer entzückenden Haarpracht punkten, so muskelbepackt wie Conan ist er aber nicht. Und von dem hat sich dieser Film eindeutig "inspirieren" lassen.