Ator the Iron Warrior ★★

4. Film unseres Troll X Ator Marathons.

Ich habe inzwischen ja schon einige italienische Barbarenfilme gesehen, aber IRON WARRIOR gehört zu den merkwürdigsten.

Weil Joe D'Amato 1987 kein Interesse an einer Fortsetzung seiner Ator Reihe hatte, übernahm Alfonso Brescia die Kontrolle. Er schmiss die gesamte Backstory unseres blondgelockten Helden über den Haufen, inklusive seiner blonden Locken. Moderner sollte das Ganze anscheinend wirken, und er bediente sich dabei an allem, was seine Zeit popkulturell zu bieten hatten: Anspielungen auf Blockbuster wie Superman und Indiana Jones treffen auf eine experimentelle Inszenierung, die Wikipedia mit Elementen des Art House Films vergleicht. Die Mischung ist wirklich merkwürdig. Und dann ist da noch der titelgebende Bösewicht, der wie Sido aussieht. Und die Prinzessin mit der pinken Augenbraue. Wieso kleiden sich die Menschen eigentlich eher wie in einem Science Fiction Film als wie Barbaren?

Im Vergleich zu dem extrem billig wirkenden zweiten Teil, bekommt man hier mehr Abwechslung geboten. Ebenfalls billig, aber ambitionierter. Dass sich das Ganze nicht mehr wirklich nach Ator anfühlt, muss man als Fan verkraften können, aber hauptsache es mach Spaß. Leider ist dieses kleine Juwel der Fantasy-Trashkunst allerdings nur schwer zu bekommen, so dass ich auf die VHS-Version zurückgreifen musste, die es zum Glück günstig bei Ebay gab. Ein Fest für jeden, der was daran finden kann - eine Qual für alle anderen.