Beneath ★★★

Was die Holzhütte dem Wald, ist die Höhle dem Berg. Wer da in einem Horrorfilm rein geht, kommt wahrscheinlich nicht lebend wieder aus der Geschichte raus.

Im Falle von BENEATH sind es Minenarbeiter, die verschüttet werden. Und ein Quotenblondchen, das zuerst selbstbewusst über Umweltschutz plaudern und dann panisch hyperventilieren darf, wennimmer ihr eine Steinwand zu nahe kommt. Gut, dass ihr Daddy (am letzten Tag vor seinem Ruhestand) und ihre immer noch in sie verschossene Jugendliebe mit dabei sind. Nachdem ich mich an die schablonenhaften Charaktere gewöhnt hatte, freute ich mich allerdings, dass sie nicht nach mehreren ähnlichen Filmen schon wieder Kletterer losgeschickt haben. Hier zwängen sich nicht 1 1/2 Stunden lang Menschen durch enger werdende Öffnungen im Gestein, sondern ihnen steht zum Beispiel eine mit Sauerstoff versorgte Notfall-Kammer zur Verfügung, in der sie sich verschanzen können. Die sorgt für einige beklemmende Szenen und Abwechslung. Wichtig ist auch die Gruppendynamik, denn es geht vor allem um die Frage, ob da tatsächlich etwas im Dunkeln lauert, oder Halluzinationen die Verschütteten zum Durchdrehen bringen.

Zu wirklicher Größe reicht es trotz des interessanten Settings aber nicht. Zu früh wird zu viel verraten... die Charaktere sind wie gesagt langweilig... und die immer nach dem selben Prinzip aufgebauten Jump Scares nerven irgendwann. Unterhaltsam war's für mich auf der großen Leinwand trotzdem (und hat gut vorm müde werden bewahrt).

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