Blade of the Immortal ★★★½

Dieses Jahr bin ich leider ohne Dauerkarte beim Fantasy Filmfest, aber völlig aussetzen werde ich natürlich nicht. Als Einstieg habe ich mir Takashi Miikes BLADE OF THE IMMORTAL ausgesucht.

Dieser japanische Schwertfuchtelfilm war genau so, wie ich es erwartet hatte. Kennt man den Trailer, kennt man den Film. Und das ist in diesem Fall nicht einmal ein großer Verlust, denn ich beschwere mich nicht, dass der Trailer die Handlung spoilert. Der Aufbau dem das Ganze folgt ist halt eher simpler Natur. Ein unsterblicher Samurai kloppt sich als Beschützer eines Mädels auf Rachefeldzug durch Gegnerhorden. Ein netter Bonus ist, dass es nebenbei auch um moralische Fragen geht, denn wer hier gut und wer böse ist, ist nicht so eindeutig wie man zuerst denken mag. Aber der Hauptaspekt liegt bei den Kämpfen, und die sind gut inszeniert. Nicht so, dass mir der Film lange im Gedächtnis bleiben wird, aber so, dass ich die immerhin über 2 Stunden lange Spielzeit über gut unterhalten war. Allerdings sollte ich vielleicht vorwarnen, dass das ganze nicht SO abgedreht wird, wie man beim Thema "magische Blutwürmer reparieren Wunden" meinen könnte. Blut spritzt in Massen, aber dass Körperteile wieder anwachsen, passiert dann doch nur in ausgewählten Szenen. Selbst die Gegner bleiben nur angedeutet verrückt. Da erinnere ich mich, dass es z.B. AZUMI mehr auf die Spitze getrieben wurde. Hmm, denn müsste ich mal wieder gucken, ist lange her...

Ach je, jetzt habe ich ganz vergessen zu erwähnen, was natürlich bei jeder Review dieses Films erwähnt werden sollte: Es ist Takashi Miikes hundertster! Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! Während ich diese Zeilen schreibe, ist seine Filmografie wahrscheinlich schon wieder um zwei Einträge gewachsen.

Knappe 3 1/2 Sterne. Eine Empfehlung für Freunde des Genres, aber kein Pflichtfilm.

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