Bog

BOG ist ein Film, dem sein Sumpfmonster-Kostüm offenbar so peinlich ist, dass wir als Zuschauer nicht einmal das Phantombild zu sehen bekommen, über das sich die Polizisten in einer Szene unterhalten. Schleicht es durchs Gehölz, tritt es (auch wegen der äußerst bescheidenen Bildqualität) nur als dunkler Schatten in Erscheinung. Und seine zugegeben reichlichen Attacken auf Urlauber und Einheimische werden leider so schnell mit Close Ups auf schreiende Münder abgefrühstückt, dass auch das ziemlich unbefriedigend ist. Überhaupt, diese Close-Ups... Es ist ein Wunder, dass ich nach der Szene mit der Waldhüttenseherin keine Alpträume bekommen habe. Wenn die Kamera sich immer weiter den Nasenlöchern nähert ist man irgendwann doch froh über die fehlende HD-Version. Hier wird sich die Zeit genommen, die den Angriffen nicht zugestanden wurde. Und der ziemlich putzigen, aber auch leicht fremdschämigen Romanze zwischen zwei älteren Medizinerkollegen auch. Sie gibt Pluspunkte, genauso wie der insgesamt sehr sympathische 70er B-Movie-Look. Das hatte schon ziemlichen Trash-Charme, und dass der Film sich 100%ig ernst nimmt tat sein übriges. Schade nur, dass er seinem Monster nicht mehr zugetraut hat. Und jetzt: Auf in den Blutnebel!