Cats

Cats ★½

Ich muss ja immer alles mit eigenen Augen sehen, ich Depp. Alles Schlechte, was über die CATS Verfilmung gesagt wird, ist berechteigt. Hässliche CGI an allen Ecken, eine für die pompösen Kulissen überraschend langweilige Inszenierung, albernste Slapstick-Einlagen und (einige) Schauspieler, die leider bei aller Sympathie nicht singen können.

Aber die schlechten Seiten wurden schon häufig genug aufgedröselt. Es ist nicht so, dass nicht auch Dinge richtig gemacht worden wären. Zum Beispiel die zuckersüße Darstellung von Mr. Mistoffelees, den ich sofort adoptieren würde. Oder zwei bis drei Tanz-Cheoreografien, wenn man ihnen denn den nötigen Raum gegeben hat. Ich mochte den kompletten Railway Cat Part. Dann hört es nur leider schon auf...

Es hilft nicht, dass ich bereits mit der Bühnenversion wenig anfangen konnte, weil ich die Handlung im Vergleich zu anderen Musicals nicht sonderlich spannend finde. Im Grunde besteht CATS ja nur aus einer Aneinanderreihung von Auditions. Katze 1 sing, Katze 2 singt, Katze 3 singt... Dafür ist die Umsetzung sehr experimentell gehalten, was eigentlich zu einen so merkwürdig anmutenden Film mit Mensch-Katze-Mischwesen gepasst hätte. Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen die Entscheidung, das ganze auf Edel-Trash zu bürsten. Nur leider passte am Schluss alles nicht zusammen und wirkte nicht kreativ, sondern einfach nur geschmacklos.