Cell ★★

Wenn man auf der Suche nach äußerst gelungenen Stephen King Verfilmungen ist, erkennt man sie eigentlich ganz einfach: Frank Darabont ist für Regie und Drehbuch verantwortlich. Mit "Cell" hatte er nichts zu tun.

Dies Smartphone-Zombie-Apokalpyse wirkt gleichzeitig zu gehetzt beim Abarbeiten der im Roman vorkommenden Personen und Orte, als auch zu langweilig im Mittelteil. Außerdem bleiben viele Fragen offen, die wahrscheinlich in der Vorlage näher erklärt werden. Wie war das jetzt genau mit den Träumen? Weshalb attackieren die "Phoners" sich anfangs gegenseitig und dann nicht mehr? Wieso wird nicht direkt ein Auto genommen? Was wird aus der Katze??? :)

Falls ich etwas überhört habe, tut es mir Leid, aber ich könnte diese Liste noch fortführen. Trotz der löchrigen Erzählweise nehmen sie sich außerdem keine Zeit, einem die Charaktere näher zu bringen. Atmosphäre mangelhaft. Und nur für den Gore lohnt es sich erst recht nicht. Insgesamt also keine sonderlich zufriedenstellende King-Verfilmung, die sich außerdem den Vergleich mit einer Menge ähnlich gelagerter Zombiestreifen gefallen lassen muss. Und da gibt es selbst in einem derart von Klischees bevölkerten Genre wesentlich besseres zu entdecken.

Schade fand ich, dass die eigenständigen Ideen, die zwischendurch aufblitzen, ziemlich untergehen. Der Anfang hatte sogar noch Tempo. Und "Cell" hat immerhin zwei gute Hauptdarsteller zu bieten. Ihr Potential entfalten können sie aber nicht.

Um noch einmal auf Frank Darabont zurückzukommen: Der war ja auch für die frühen "The Walking Dead" Folgen verantwortlich. Und jetzt stellen wir uns einmal vor, was er vielleicht aus "Cell" hätte machen können...

> Mein Blogeintrag zu den FFF Tagen 7 & 8
> Meine FFF 2016 Liste