City of Blood ★★½

Als Darrell James Roodt, dessen prominentester Bestandteil seiner umfangreichen Filmografie DRACULA 3000 sein dürfte, CITY OF BLOOD drehte, war er gerade einmal 20 Jahre alt. Vor diesem Hintergrund ziehe ich meinen Hut, denn er entschied sich nicht für ein einfaches Thema. In CITY OF BLOOD geht es um die Suche nach einem mysteriösen Serienkiller vor dem Hintergrund der Apartheid in Südafrika. Aus historischer Sicht also gar nicht mal unspannend, denn die politischen Probleme spielen eine mindestens genau so große Rolle wie die Herkunft des Killers, dessen Vorgehensweise an jahrtausende Jahre alte Stammesrituale erinnert.

In Deutschland interessierte den Verleih der gesellschaftskritische Unterton des Films aber offensichtlich nicht die Bohne, denn aus CITY OF BLOOD wurde AFRICAN POLTERGEIST, was in etwa so viel Sinn ergibt, als würde man DER EXORZIST in DER KÖNIG DER LÖWEN umbenennen.

Handelt es sich um einen guten Film? Nicht wirklich. Er hat trotz blutiger Morde viele Längen und die Szenen mit der eingebildeten Ehefrau wirken ziemlich merkwürdig. Außerdem kommt die Auflösung eher unverdient zu Stande. Aber gemessen an den Filmen, die ich davor ertragen hatte, war ich milde gestimmt.