Come Out and Play ★★

Das Original "Ein Kind zu töten..." kannte ich leider nicht, bevor ich mir dieses Remake angesehen habe. Aber für sich genommen war es kein besonders guter Film.

Es ist ja nicht leicht... Dass Kinder auf einmal zu brutalen Killern werden, die bekämpft werden müssen, wenn man selber überleben möchte, mag vor fast 30 Jahren skandalös gewesen sein. Inzwischen gab es allerdings viele ähnliche Filme, man muss sich nur einmal im Zombiegenre umsehen. Als Schocker funktioniert "Come out and Play" also nur bedingt. Ich will damit nicht sagen, dass wir so abgestumpft sind, dass uns erschossene Kinder nicht mehr berühren. Aber der Rest drumherum sollte sehenswert sein, weil das alleine nicht ausreicht, um einem Film seine Daseinsberechtigung zu geben.

Was bekommen wir also geboten? Ein Ehepaar landet bei einem Urlaubsausflug in einem abgelegenen Fischerdorf, das seltsam verlassen wirkt. Es stellt sich heraus, dass die Kinder vor einigen Stunden auf einmal damit begonnen haben, ihre Erzeuger abzuschlachten. Und jetzt sind sie immer noch hinter jedem Erwachsenen her, den sie bemerken.

Die Charaktere bleiben leider blass und fallen nur durch dumme Aktionen auf. Oder durch richtig fiese. Warum habt ihr die nette Omma nicht mitgenommen oder zumindest gewarnt?! Die hat euch geholfen, verdammt noch mal! Stattdessen fahrt ihr einfach weg ohne mal wenigstens zu sagen: "Hey, passen sie auf, da sind Killerkinder in ihrem Vorgarten.".
Und mal ehrlich... ein gesamtes Dorf wird von Kindern ausradiert, ohne dass sich irgendjemand gewehrt hat? Das kann ich nicht glauben. Es sind zwar Kinder, aber bevor ich mich selber töten lasse, unternehme ich doch etwas. Vor allem, wenn es nicht meine eigenen sind.
Die Kinder wirken übrigens, als hätte man ihnen erst 10 Minuten vorher von ihrer Rolle erzählt. Wirklich gruselig sind nur wenige Szenen geraten.

Fazit: Eher unterdurchschnittlicher Horrorfilm, der dem Original wahrscheinlich nichts Sehenswertes hinzufügt.