Destroy All Monsters ★★★★

Elf Monster, die aufeinandertreffen! Zerstörte Hauptstädte! Außerirdische! Gedankenkontrolle! Mondbasen! Der neunte Godzilla-Film bietet unter der Regie von Ishiro Honda ein kurzweiliges Best Of von allem, was man mit der Reihe verbindet. Und diesem Umstand hat er es zu verdanken, dass er zu den beliebtesten gehört.

Allerdings bleiben Handlung und Charaktere dabei etwas auf der Strecke. Hier wird einfach in knalligen Primärfarben B-Movie Spaß zelebriert, und das muss man mögen. Aber wer die Essenz von dem sucht, was den Reiz des Godzilla-Franchise ausmacht, kann dem wahrscheinlich nicht viel näher kommen. Inzwischen sehen im Vergleich zu früheren Filmen die Kostüme außerdem halbwegs ordentlich aus, und auch die Miniatur-Modelle können sich für das gar nicht mal so hohe Budget sehen lassen. Alles hat eine Menge Charme. Vor allem mochte ich aber, dass direkt von Anfang an die Monster eine Rolle gespielt haben. Für einen solchen auf Action ausgelegten Film war das eine gute Entscheidung.

Ursprünglich sollte dies der letzte Godzilla Teil werden, was erklärt, weswegen er als Aufeinandertreffen so vieler Kaiju inszeniert wurde. Erst GODZILLA: FINAL WARS würde 2004 diesen Rekord brechen. Toho entschied sich allerdings nach den passablen Einspielergebnissen dann doch sehr schnell dafür, die Reihe fortzusetzen - wenn auch mit zurückgeschraubtem Aufwand. So sticht DESTROY ALL MONSTERS deutlich aus den restlichen Godzilla Filmen der 60er hervor, wenn es um reine Monsteraction geht. Vor allem der Kampf am Ende ist legendär.

In Deutschland bekam der Film wieder einmal einen komplett unpassenden Titel verpasst, und zwar FRANKENSTEIN UND DIE MONSTER AUS DEM ALL. Um diesen zu rechtfertigen, wurde tatsächlich ein zusätzlicher interstellarer Superschurke eingeführt, der die Fäden im Hintergrund zieht und "Frankenstein" heißt. Da er nur in den deutschen Dialogen vorkommt, wird alles komplett unlogisch, denn er tritt nie selber in Erscheinung und gibt anscheinend sofort auf, als seine Handlanger besiegt werden. Alleine für diese seltsame Geschichte lohnt es sich, den Film gesehen zu haben.

...und Gorosaurus.