Don't Kill It ★★★

Mike Medez hat ein Händchen für B-Movies. Seine Filme fand ich bisher zwar nicht wirklich grandios, aber sie sind ein willkommener, kurzweiliger Spaß für zwischendurch.

Dolph Lundgren, der vom Frankfurter FFF Publikum ab jetzt wahrscheinlich nur noch Ralph genannt wird, stapft als cooler Dämonenjäger mit Schlapphut und Schrumpfköpfen durch den Film. Gejagt wird ein Dämon, der eine interessante Überlebensstrategie hat: Er ergreift Besitz von demjenigen, der seinen Wirt tötet. Da er die Menschen zu willenlosen Amokläufern macht, ist normalerweise schnell jemand zur Stelle, der das erledigt. So bekommen wir einen hohen Bodycount geboten. Ein ziemlich spannendes System, nach dem der Dämon funktioniert. Das hat mir gefallen.

In anderen Reviews las ich entweder, dass der Film überhaupt nicht selbstironisch sei, oder, dass er sehr selbstironisch sei. Tatsächlich wird der lockere Stil von einigen bitterernsten Gewaltausbrüchen durchbrochen. Insbesondere der Beginn wirkt ziemlich hart, wenn man sieht, wie Familienväter ihre eigenen Kinder ermorden. Aber die Figur des Dämonenjägers ist dann doch deutlich mit einem Augenzwinkern angelegt. Das kann man als unausgegorene Mischung kritiseren, oder man lobt den Film dafür, dass er Ecken und Kanten hat. Letztenendes Geschmackssache, aber ich fand das alles ziemlich kurzweilig. Gute 3 Sterne von mir.

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