Eraserhead ★★

8. Film unseres "Seltsame Filme" Marathons.

Das war's - keine David Lynch Filme mehr für mich. Ich wollte seinen größten Klassiker ERASERHEAD sehr gerne nachholen, was ich hiermit endlich getan habe. Und darüber bin ich froh, weil ich mir natürlich selber eine Meinung bilden wollte. Aber ich hätte es ahnen können. Nachdem ich Lost Highway und Mulholland Drive schon furchtbar fand, hatte ich zuletzt Dune eine Chance gegeben und war davon ebenfalls enttäuscht gewesen. Jetzt weiß ich immerhin, dass es für mich anscheinend keine Ausnahmen gibt: Ich finde Lynchs Filme langweilig, lächerlich und viel zu selbstverliebt.

Klar, es gibt handwerklich schlechtere Filme. Bereits in ERASERHEAD zeigt sich, dass er gute Bilder abliefert. Seine surrealen Einfälle bereichern jede Szene und das Spiel mit Licht und Schatten kommt in Schwarz-Weiß besonders gut zur Geltung. Deshalb die 2 Sterne. Die unangenehme Atmosphäre kam bei mir an.

Allerdings hatte ich ständig das Gefühl, dass sich da jemand in seinem Künstler-Dasein suhlt, ohne viel auszusagen. Die Baby-Symbolik ist dermaßen holzhammerhaft, dass ein Kurzfilm gereich hätte. Viele Szenen zogen sich unnötig lange und obwohl es der erste Film an diesem Tag war fielen mir mehrmals fast die Augen zu. Das kleine Ekelgeschöpft sieht aus wie aus einem B-Movie. Es hat mich zum Lachen gebracht - aber ich weiß nicht, ob das die Intention des Films war. Emotional kam jedenfalls nicht viel bei mir an, und ich fand den Film nicht einmal wirklich verstörend, weil ich ihn nicht ernst nehmen konnte.

Also wie gesagt, ab jetzt keine David Lynch Filme mehr für mich. Damit ihr nicht noch mehr von meinem Gemecker lesen müsst.