Follow Me ★½

Gut, dass ich ESCAPE ROOM (der von 2019) damals 3 Sterne gegeben habe, denn offensichtlich gibt es in diesem Horror-Sub-Genre noch viel Luft nach unten. Wo Adam Robitels Film eine zwar nicht sonderlich anspruchsvolle, aber kurzweilige Hatz durch visuell völlig übertriebene Raumkonstruktionen bot, setzt Will Wernick auf die triste Schlichtheit osteuropäischer Folterknäste. Und das hat mich leider deutlich weniger unterhalten.

Worum es geht? Ein erfolgreicher YouTuber jettet mit seinen Freunden nach Moskau, um sich dort von einem vermögenden Russen in einen extra auf ihn zugeschnittenen Escape Room einladen zu lassen. Vielleicht könnt ihr euch schon denken, worum es dann geht... wo endet das Spiel und wo beginnt die Realität? Das Problem ist nur, dass diese Frage gar nicht mal so spannend ist, wie man meinen könnte. Und ansonsten hat der Film nicht viel zu bieten. Die Rätsel sind selten und unspektakulär. Und wer sich auf die Folter-Szenen freut, bekommt bei der SAW Reihe mehr Fallen-Einfallsreichtum geboten. FOLLOW ME bedient außerdem die unterste Schublade an Russen-Klischees und ist dabei so vorhersehbar, dass ich nach 5 Minuten schon mit dem Ende gerechnet habe. Das passiert manchmal, nicht weiter schlimm... aber dann will ich mich auf dem Weg dahin zumindest nicht langweilen.

FOLLOW ME könnte ein durchschnittlicher Horrorfilm sein, wenn die Versatzstücke nicht so furchtbar durchgekaut wären.