Gamer

Gamer ★½

9. Film unseres Videospielfilme Marathons.

Vielleicht sollte man als Regie-Duo nach einem erfolgreichen Film wie CRANK sagen: Ja, der hatte gute Actionszenen, lass es uns dabei belassen. Und nicht: Komm, lass uns noch einen draufsetzen!

Ich habe lang nicht mehr so einen elenden Murks gesehen, wie er bei GAMER verbrochen wurde. Was sollte das bitte sein? Nichts gegen schnelle Schnitte, aber gefühlt jede Sekunde, damit man NICHTS erkennt? Dann noch extra mit Geflimmer und Geflacker zu arbeiten, ohne dass es auch nur den geringsten Sinn ergibt, nervt mich unheimlich. Dieser Film ist ein Musterbeispiel für alles, was man bei Actionszenen falsch machen kann. Seht euch zum Vergleich nur Fury Road oder John Wick oder The Raid oder irgendeinen anderen modernen Actionfilm an, der das um Welten besser hinbekommt.

Nun sollte man GAMER natürlich nicht nur auf die Action reduzieren, aber der Film fühlt sich an, als sei er auf die besonders stolz. Abgesehen davon ist die Handlung ganz okay, aber nichts was lange hängen bleibt. Dabei gefiel mir die Grundidee eigentlich ziemlich gut: Menschen bezahlen dafür, andere Menschen zu steuern. Der realistisch kitschige Second Life Klon hat es mir besonders angetan. Dafür gibt es 1,5 Sterne, aber mehr ist wirklich nicht drin, weil ich mich viel zu sehr über den Rest geärgert habe. Und meinen Freunden ging es soweit ich das beurteilen kann nicht anders.

Das dürfte der erste Film sein, bei dem mich sogar eine unerwartete Musicaleinlage genervt hat. Das will etwas heißen.