Gerald's Game ★★★½

Was auf den ersten Blick nach Erotikthriller aussieht, entpuppt sich als psychologisches Kammerspiel ohne viel nackte Haut, das mich von allen mir bekannten King-Geschichten am meisten an "Das Mädchen" erinnert hat. Wir sind ganz nahe an der Protagonistin dran, die sich einsam und verlassen in einer lebensbedrohlichen Situation wiederfindet. In Rückblenden und Dialogen mit nicht wirklich anwesenden Personen erfahren wir dabei nach und nach mehr über sie. Und eine Prise Horror darf nicht fehlen.

Mir hat's gefallen. Das Ende wirkt so, als wäre es ein wenig zu schnell abgefrühstückt worden, und insgesamt schienen manche Szenen eine Spur zu lang zu sein, während anderes ein bisschen kurz kam. Aber da ich die Vorlage nicht kannte, war ich immer gespannt, was als nächstes passiert. Und ich schätze, dass ich einen Hang zu Kammerspielen habe, in denn es um Leben und Tod geht. Außerdem machten die Gespräche zwischen dem Ehepaar wirklich Spaß.

Keine der besten King-Verfilmungen, aber eine von den guten.