Ghost in the Machine

Ghost in the Machine ★★★½

Die frühen Neunziger kurz vor dem Durchbruch des World Wide Webs waren eine faszinierende Ära! Disketten, Virtual Reality, Autotelefone, bunte Klamotten, "Sex-Programme", frühe 3D-Grafiken... all das und noch einiges mehr bietet dieser seltsame Film über einen Serienkiller, der nach seinem Ableben virtuell weiterlebt. Er springt zwischen Netzwerk- und Stromkabeln hin und her, als sei es das selbe (Netz ist Netz), durchstöbert private Daten völlig ohne DSGVO-Einschränkungen und bezaubert uns dabei mit den lustigsten Effekten, die ich seit einer ganzen Weile in einem Film bewundern dürfte.

Ich weiß, streng genommen hätte dieser Film die gute Bewertung nicht verdient... er ist super cheesy, unlogisch, präsentiert uns ein fremdschämiges 90s Kid und die Effekte sollten eigentlich nicht so lachhaft wirken, wie sie es tun. Aber was hatte ich für einen Spaß damit! Ich habe ihn jetzt zweimal innerhalb eines Monats gesehen und bin immer noch hin und weg, dass es einen solchen Film überhaupt gibt. Er reiht eine absurde Szene an die nächste. Dabei kann man vor Rachel Talalay eigentlich nur den Hut ziehen, weil sie so einen Käse so unterhaltsam inszeniert hat. Die Kameraeistellungen und die Schauspieler sind nicht schlecht, und der Abwechlsungsreichtum hält bei Laune. Gerade die vielen Unfälle, die der "Killer im System" (so der deutsche Titel) hervorruft.

GHOST IN THE MACHINE mag ein Guilty Pleasure sein, aber ich bin sehr froh, ihn nach all den Jahren doch noch entdeckt zu haben.