Hellphone ★★½

"Hellphone" war eine der DVDs in unserem Regal, die wir zwar schon lange besaßen, aber noch nie gesehen hatten. Wahrscheinlich ein Wühltischkauf, genau erinnere ich mich nicht mehr. Als wir dieses Wochenende Besuch von einigen Freunden bekamen, wurde dieser ominöse Film auserwählt, um endlich den Pile of Shame verlassen zu dürfen. Und die allgemeine Meinung war, dass er besser war als erwartet.

Es handelt sich um eine Horrorkomödie, bei der ein verfluchtes Handy in der Pre-Smartphone-Ära Schülern das Leben schwer macht. Oder genauer gesagt... zuerst erfüllt es seinem neuen Besitzer, der es selbstverständlich in einem mysteriösen Trödelladen ersteht, Wünsche. Es schadet seinen Feinden und verhilft ihm zu einem Date mit seinem Schwarm. Aber das geht nicht lange gut, und irgendwann merkt er, dass er es nicht mehr los wird.

"Hellphone" nervt stellenweise zwar mit überdrehtem Blödelhumor, aber insgesamt ist es ein gar nicht mal so unsympathischer Film. Der Regisseur war sichtlich bemüht, zu unterhalten, und Details wie kreative Bildwechsel oder die schrägen Kostüme der Charaktere überzeugen. Ein Highlight ist der Gegenspieler unseres Helden, der ständig mit halbnacktem Oberkörper herumläuft. Die durch das Hellphone verursachten "Unfälle" gehören ebenfalls zu den Pluspunkten, wobei der Film insgesamt aber doch ziemlich zahm bleibt. Also was soll ich sagen... Kann man sich mal ansehen. Mich persönlichen haben einige typische Komödien-Elemente dann leider doch ziemlich gestört, aber es war nicht so schlimm wie befürchtet.