Here Alone ★★½

Es gibt ja im Grunde zwei Arten von Zombiefilmen: Die, in denen das Heilmittel gesucht wird, es also eine bedeutsame Aufgabe zu erledigen gilt, die über die Zukunft der gesamten Menschheit entscheidet. Und die, in denen man einfach nur eine private Momentaufnahme der Zombieapokalypse sieht, bei der es in erster Linie um das (Über)leben der Protagonisten geht.

HERE ALONE gehört zur zweiten Art. Wer eine weltbewegende Story erwartet, wird also wahrscheinlich enttäuscht sein. Hier geht es schlicht und ergreifend um den Survival Alltag im Wald, lange nachdem die ersten Zombies aufgetaucht sind. Und auch auf blutige Action sollte man lieber nicht aus sein. Zombies bekommt man nämlich lange gar nicht zu Gesicht.

Ich kann deshalb gut verstehen, dass der Film Geschmackssache ist. Die einen werden ihn furchtbar langweilig finden, die anderen schätzen aber wahrscheinlich seine fast dokumentarisch anmutende Sichtweise. Die zieht in ihren Bann. Wie bereitet man sich eigentlich am geschicktesten auf eine Plünderung vor, ohne sich zu sehr in Gefahr zu begeben? Gleichzeitig erfahren wir in Rückblenden auch mehr über die Vergangenheit der Frau, um die es hauptsächlich geht.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Wahrscheinlich nicht... weil er zwar gut gemacht ist, aber für meinen Geschmack doch eine Spur zu "realistisch". Aber ihn einmal gesehen zu haben, habe ich nicht bereut. Und für Freunde ruhigerer Zombiestreifen ist er eine Sichtung wert. Denkt euch vielleicht THE BATTERY ohne den Comedy Anteil und dafür mit einem Schuss EXTINCTION (um mich mal an ein paar FFF Vergleichen aus den letzten Jahren zu versuchen).

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