High Noon ★★★★

1. Film unseres Western Marathons.

Als völliger Western-Laie wollte ich diesen Film gerne mit dabei haben, weil er ein beliebter Klassiker ist. Und tatsächlich gefiel er mir von allen Western an diesem Wochenende am besten.

High Noon hat weder grandiose Landschaftsaufnahmen zu bieten, noch coole Helden. Aber er weiß, welche Geschichte er erzählen will, und ist genau so lang, wie er sein muss. Wenn ich eine Gemeinsamkeit bei fast allen Western festgestellt habe, die ich an diesem Wochenende gesehen habe, dann dass sie dazu neigen, sich unnötig in die Länge zu ziehen. Hier stimmt die Spannungskurve.

Außerdem ist High Noon eine zutiefst menschliche, tragische Geschichte, bei der man den Charakteren leicht einen Gut/Böse-Stempel hätte aufdrücken können. Aber auch wenn ich ernshaft wütend war, als der Sheriff von einem nach dem anderem im Stich gelassen wurde, blieben die Beweggründe immer nachvollziehbar. Und dass selbst der Held nicht als Held inszeniert wird, lässt diesen Western moderner wirken als manche neuere Produktion, obwohl man am Anfang denkt, dass er jedes Klischee bedient. Absolut sehenswert!