I Had A Bloody Good Time At House Harker ★★

Die Macher von "House Harker" haben bei Kickstarter über 37.000 $ dazu verdient, um ihren Traum zu verwirklichen. Und ich gönne es ihnen, denn sie hatten offensichtlich eine Menge Spaß beim Dreh und für einen Low Budget Produktion sieht das alles gar ncht schlecht aus. Bei der Vorstellung in Frankfurt schien das Publikum Spaß zu haben.

Wenn nur der Humor bei mir gezündet hätte... es ist wirklich stumpfester Slapstick, teilweise so stumpf, wie man ihn in der zigsten Scary Movie Fortsetzung erwarten würde. Ich weiß, dass das jetzt etwas seltsam aus meinem Mund klingt, wo ich doch "The greasy Strangler" mit 8/10 bewertet habe, bei dem man über lustig geformte Pimmel und buschige Schambehaarung lacht. Die Sache ist: Wenn stumpf, dann sollte man trotzdem einen eigenen Stil finden und sein Publikum überraschen. Das Recyclen von seit vielen Jahren etablierten Gags bringt mich nicht mehr zum Lachen. Es wird z.B. extra dafür ein Rückblick eingestreut, um zu parodieren, dass es im Exorzist eine Kotzszene gab. Wenn seine Traumfrau reinkommt, sieht der verliebte Trottel sie vor seinem inneren Auge in einem sexy Outfit. Der eine Bruder ist geistig zurückgeblieben und man wartet die ganze Zeit darauf, dass er doch mal über sich hinauswächst. Es wird sich darüber lustig gemacht, dass Twilight Vampire glitzern. Auf diesem Niveau bewegen wir uns... in einer Komödie aus dem Jahr 2016. Zu allem Überfluss wird zwischendrin auf einmal beschlossen, ernste Töne anzuschlagen, was bei den völlig überzeichneten Charakteren überhaupt nicht funktioniert.

Es gibt zum Glück auch einige Gags, über die ich schmunzeln konnte. Und das blutige Finale ging in Ordnung. Aber unterm Strich habe ich das alles leider schon zu oft gesehen, und das in besser. Sympathiebonus hin oder her, für mich war der Film nichts.

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