King Kong vs. Godzilla ★★★½

Hierbei handelt es sich um den ersten Godzillafilm in Farbe und um den ersten typischen Godzillafilm der Showa Ära. Die kämpfenden Monster bekommen mehr Charakter zugestanden - zumindest King Kong. Godzilla wird nun von einem prähistorischen Tier abgegrenzt, weil erklärt wird, dass er ein durch atomare Strahlung mutiertes Monster sei. Bei King Kong scheinen sich die Wissenschaftler interessanterweise sicher zu sein, dass er ein ganz normales Tier ist.

Obwohl mit Ishirô Honda der Regisseur des Originals zurückgekehrt ist, unterscheidet sich der Ton deutlich davon. KING KONG VS GODZILLA ist viel lockerer geraten, mit einem Haufen übertrieben quatschiger Ideen. Das sorgt erstmals für die typische Trash-Atmosphäre, für die die Reihe bekannt ist. Dass die Kostüme zu diesem Zeitpunkt noch extrem billig aussahen, trägt seinen Teil dazu bei, denn vor allem King Kong kann man nur schwer ernst nehmen. Dazu kommen einige Szenen mit den Bewohnern einer exotischen Insel, die man heute wahrscheinlich nicht mehr in dieser Art drehen würde. Und die Krake! Für einen Kampf wurde einfach eine echte Krake auf Miniaturhäuser losgelassen. Trotzdem nimmt sich der Film ernst genug, damit eine gewisse Spannung aufkommen kann. Eine gelungene Mischung, die berechtigterweise dazu geführt hat, dass die Einspielergebnisse deutlich über dem Vorgänger lagen. Das besiegelte Godzillas Schicksal, von nun an fast jährlich gegen neue Monster antreten zu müssen.

Gesehen haben wir die japanische Schnittfassung. Bei den ersten Godzillafilmen war es noch üblich, sie für den U.S.-amerikanischen Markt komplett umzuschneiden und sogar zusätzliche Szenen mit Hollywood-Schauspielern zu drehen. Die deutsche Version basiert leider auf der amerikanischen.