League of Gods ★★★

7. Film unseres "Götter & Teufel" Marathons.

Kitschig bunt, mit übertriebenen Computereffekten und in atemloser Geschwindigkeit präsentiert LEAGUE OF GODS eine Fantasygeschichte, der es zwar manchmal schwer fällt zu folgen, die aber ziemlich oberflächlich bleibt. Wer hier Gut und wer Böse ist wird nicht in Frage gestellt, und man sollte sogar am besten komplett aufs Mitdenken verzichten. Schicke Kampfszenen sind hier das wichtigste, und die erste halbe Stunde haben sie mich völlig in ihren Bann gezogen. Man kann nur staunen, wie selbstverständlich hier wunderschöne und abgrundtief hässliche CGI miteinander vermengt werden. Wilde Kamerafahrten, Martial Arts Kämpfe, gigantische Monster, fremde Welten... Hochglanz-Trash in Perfektion. Schade nur, dass ich dann irgendwann doch gerne etwas mehr gehabt hätte als nur die bunten Bilder. Protagonisten, mit denen ich mitfiebern kann zum Beispiel. Und was bekommen wir stattdessen? Ein Kung Fu Baby und eine sprechende Pflanze, die aussehen wie aus einem Trickfilm und immer wieder zum Augenrollen verleiten. LEAGUE OF GODS macht mit seiner völlig übertriebenen Überdrehtheit Spaß, man sollte sich allerdings auch darauf einstellen, dass er einen ziemlich nerven könnte. Zum Glück hat er eine erträgliche Länge, denn hätte man mir ein 2-3 Stunden Epos auf diese Weise präsentiert, wäre wahrscheinlich mein Kopf explodiert.

LEAGUE OF GODS gibt es momentan bei Netflix, und für umsonst kann man finde ich nicht viel damit falsch machen, wenn man eine Schwäche für Filme hat, die ohne schlechtes Gewissen übers Ziel hinausschießen. Gute 3 Sterne gibt es von mir - und ein Herz.

Janina liked this review