Love and Monsters ★★★★

Wenn ihr mal wieder einen RICHTIG guten Hund in einem Film sehen wollt, dürft ihr LOVE AND MONSTERS nicht verpassen. Und das schreibe ich nicht bloß, weil mich Boy sehr an meinen eigenen Hund erinnert hat. Er spielt eine größere Rolle für die Handlung als der Durchschnitts-Hunde-Sideckick, und sein Charakter ist ausgesprochen gut geschrieben. Man merkt, dass hier Hundefreunde am Werk waren, die sich mit dem Verhalten und der Mimik auskennen. Ich vergebe deshalb schon mal ein Herz für Boy.

Der Rest des Films hat mich allerdings ebenfalls überzeugt. Ein bisschen hat er mich mit seinem humorigem Ansatz und der postapokalyptischen Reise eines jungen "Helden" an Zombie Land erinnert, gefiel mir aber persönlich besser. Die Monster in verschiedenen Formen und Größen, die die Welt bevölkern, sind ein angenehmer Kontrast zum ausgelutschten 08/15 Zombie. Und die Effekte sind so gut (oscarnominiert), dass man sie sogar in Nahaufnahme und bei Licht bestaunen darf! Wie häufig schon enttäuschten mich Horrorfilme, die ihre Monster ständig nur im Halbschatten agieren lassen, weil sie das für atmosphärischer halten oder den eigenen Effekten nicht trauen. LOVE AND MONSTERS hält sich mit Monsteraction nicht zurück. Dafür ist es aber auch kein Horrorfilm, sondern eher eine sympathische Abenteuerkomödie. Ein paar Klischees werden zwar trotzdem bedient, aber nicht überstrapaziert und manchmal sogar auf sehr charmante Art gebrochen. Dazu kommt eine in sich stimmige Welt, die durch liebevolle Details wie das selbstgemalte Monster-Lexikon lebendig wird.

Ich denke, ich würde LOVE AND MONSTERS trotz Weltuntergangsstimmung als echten Feel-Good-Movie bezeichnen. Auch wegen Boy... aber nicht nur.

Janina liked this review