Malignant

Malignant ★★★★

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James Wan hat sich mit den Insidious und Conjuring Franchises einen Grusel-und-Jumpscare-Ruf aufgebaut, der das potentielle Publikum von MALIGNANT in falsche Sicherheit wiegen könnte. Statt einfach nur mehr vom Altbewährten vorgesetzt zu bekommen, werden wir in einen bunten Mix aus verschiedenen Horror-Genres geworfen. Dabei ist MALIGNANT keine Parodie, sondern nimmt sich ernst und genießt es einfach, sich nicht festzulegen. Mir hat das gefallen, aber ich kann mir auch vorstellen, dass der Film dadurch manche auf halber Strecke verlieren wird.

Was die Handlung angeht, bekommen wir mehrere Twists geboten, die allerdings meistens nicht mehr wirklich überraschen, wenn sie dramatisch enthüllt werden. Das ging soweit, dass ich irgendwann genervt die Augen verdreht habe, als wieder einmal die "Oh, jetzt passiert etwas wichtiges!" Musik erklang. Aber es lohnt sich durchzuhalten, denn wie sich das Finale entwickelt, hätte ich nicht erwartet. Aber noch kurz zu dieser Musik... Es hat mich wahnsinnig gemacht, dass ich nicht darauf gekommen bin, woher ich sie kenne, und sie so seltsam deplatziert wirkte. Als ich dann nach dem Abspann nachgeforscht habe, ergab auf einmal aber alles Sinn.

Malignant bietet fiese (an überraschenden Stellen handgemachte) Horror-Effekte, einen gewissen Trash-Charme (was ich als Lob meine) und eine schön schräge Grundidee (die konsequent durchgezogen wird). Mir hat das besser gefallen, als eine weitere Fortsetzung.

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