Misery ★★★★½

Wenn ich nach meinen Lieblings-King-Verfilmungen gefragt wurde, hatte ich immer zwei Antworten: Die Verurteilten und Der Nebel. Aber für Platz 3 konnte ich mir nie mit mir selber einig werden. Jetzt weiß ich es aber... MISERY.

Zuletzt gesehen hatte ich diesen Psychothriller vor etwa 20 Jahren, und dementsprechend verschwommen waren meine Erinnerungen. Ich wusste noch, dass es da diese eine berüchtigte Szene gab... und dass er gut war. Aber wie gut, wurde mir erst jetzt wieder bewusst, als ich endlich meine Erinnerungen auffrischen konnte.

Obwohl MISERY größtenteils an einem Ort spielt und nur wenige Personen vorkommen, wirkt kein Satz und keine Szene überflüssig. Irgendwie schafft es Rob Reiner, seine Spielzeit perfekt zu füllen. Dazu tragen natürlich auch die guten Schauspieler bei. Kathy Bates wird immer gelobt, aber ich mochte auch das Polizistenpaar sehr gerne.

Was ich außerdem beeindruckend finde, ist, wie es MISERY schafft, Gewalt so realistisch darzustellen, dass sie wirklich unangenehm ist, ohne übertrieben zu viel zu zeigen. Das merkt man nicht nur bei der Szene im Bett, sondern auch bei dem Kampf am Ende.