Mission: Impossible II ★★½

Über MISSION: IMPOSSIBLE 2 hält sich das Gerücht, dass er ohne Drehbuch um die Actionsequenzen herum gestrickt wurde, und ich würde es sofort glauben. Während ich bei Face/Off noch Spaß an John Woos übertrieben auf cool getrimmtem Stil hatte, überschritt MI:2 die Grenze zum puren Trash zu häufig. Explosionen und Verfolgungsjagden geben sich die Klinke in die Hand, während sich die verdeckte Ermittlungsarbeit auf alberne Masken beschränkt. Immer wieder diese Masken! Woo typisch gibt es ständig dramatische Kamerafahrten, wehende Stoffe im Wind, Slow Motion, Sonnenbrillen, Tauben... und mittendrin eine einzige Frau, bei der es die Männer nicht müde werden zu betonen, dass sie nur fürs Bett da ist. Selbst James Bond Filme waren selten so flach. Ach ja, die Handlung? Eigentlich vielversprechend, denn Killerviren besitzen von Natur aus einen gewissen Gruselfaktor. Aber man merkt eben wirklich, dass der Fokus auf den Actionszenen liegt. Wenn man sein Hirn ausschaltet, kann man an deren Überdrehtheit durchaus Spaß haben, aber nach 2 Stunden kam es mir vor, als hätte der Film schon doppelt so lang gedauert.