Mission: Impossible III ★★★½

J.J. Abrams verpasst dem dritten MISSION: IMPOSSIBLE Teil wieder einen ernsteren Anstrich als dem zweiten. Und es wird dramatisch, denn diesmal steht Ethan Hunts frisch angetraute Ehefrau in der Schusslinie. Womit wir auch schon bei dem größten Kritikpunkt wären, über den wir gestolpert sind... wieso zur Hölle verwendet er keinen Decknamen? Nicht nur dass es für jeden Geheimagenten absolut logisch wäre, zumindest im Einsatz nicht seinen echten Namen zu verwenden. Den gesamten ersten Film über ging es um eine Liste für solche Decknamen! Ist Ethan Hunt etwa der einzige in seiner Organisation, der sich den Luxus erlaubt, seinen echten Namen zu verwenden, weil... keine Ahnung, erklärt es mir bitte. Wir kamen da jedenfalls nicht mit.

Abgesehen davon hat mir der dritte Ableger der Reihe aber überraschend gut gefallen. Er war spannend und überträgt die gehetzte Stimmung sehr gut auf den Zuschauer. Philip Seymour Hoffman verkörpert außerdem einen äußerst charismatischen und bedrohlichen Gegenspieler - was alleine deshalb schon eine Leistung ist, weil es diesmal im Grunde völlig egal ist, um was es genau geht. Mit diesem Umstand geht das Drehbuch aber sehr selbstreflektiert um. Dazu passt auch, dass eine groß angekündigte Einbruchssequenz einfach nicht gezeigt wird. Irgendwie mochte ich diese augenzwinkernden Momente. Genug Schauwerte gibt es natürlich trotzdem, aber diesmal geht es nicht nur um die Action, sondern wir erfahren zum Beispiel auch, wie diese Masken überhaupt hergestellt werden. Ich mochte allgemein die ganze Vatikan-Sequenz.

Wirklich große Neuerungen im Agenten-Genre bietet MISSION: IMPOSSIBLE 3 vielleicht nicht, aber er macht seine Sache von vorne bis hinten gut.