Mission: Impossible - Rogue Nation ★★★½

Ich habe das Gefühl, dass die M:I Reihe bis zu diesem fünften Teil immer geschwankt hat, was die Überdrehtheit angeht. Teil 2 und 4 hatten viele quatschige Momente und ansonsten war es ernster, aber Christopher McQuarrie bekommt eine gute Mischung daraus hin. Ein wenig trauere ich zwar den völlig unrealistischen Gadgets aus dem Vorgänger nach, aber wenn dafür die Charaktere und die Spannung besser passen, will ich mich nicht beschweren. Und natürlich gibt es trotzdem noch genug Agentenkrimskrams, um Spaß damit zu haben. Benji ist mir mit diesem Teil erst komplett ans Herz gewachsen, weil seine Rolle als Sprücheklopfer nicht überstrapaziert wird. Mir hat außerdem die neu eingeführte britische Agentin deutlich besser gefallen, als die Frauen der letzten Filme (es gibt in jedem M:I Team nach wie vor "die eine Frau"). So darf das Team gerne bleiben. Was die Handlung angeht, wird es im Vergleich zu den letzten beiden Teilen etwas anspruchsvoller, insbesondere weil noch CIA und MI6 mitmischen. Die Action ist bodenständiger, aber nicht unbeeindruckend. Die Oper, die Motorrad-Verfolgungsjagd und der Tauchgang waren alle schön in Szene gesetzt. Alles in allem eine Fortsetzung, bei der ich das Gefühl hatte, dass die Reihe ihren Ton gefunden hat.