Needful Things ★★½

IN EINER KLEINEN STADT könnte ich mir als Buch oder sogar als Serie richtig gut vorstellen. Als Film hat das Ganze für mich leider nicht sonderlich gut funktioniert.

Es geht um die Kleinstadt Castle Rock, die wir bereits aus anderen Stephen King Geschichten kennen. Ein mysteriöser Fremder eröffnet dort einen Trödelladen und erfüllt seinen Kunden ihre geheimsten Wünsche. Allerdings hat das seinen Preis... er verlangt von ihnen zuerst harmlos erscheinende Gegenleistungen, die dafür sorgen, dass die Bevölkerung langsam gegeneinander aufgweiegelt wird.

An sich eine spannende Idee, und mit Max von Sydow und Ed Harris sind die Hauptrollen gut besetzt. Vor allem von Sydow glänzt als verfüherischer, dämonischer Händler. Viele der Nebencharaktere wirken allerdings wie Karikaturen, und vor allem hatte ich das Gefühl, dass die kleinen Geschichten in Buchform besser funktionieren. Über weite Strecken reiht der Film nur Episoden aneinander: Person X tut dies Person Y an, und Person Y dies Person Z. Zwar spitzt sich mit der Zeit alles zu, aber schon ziemlich früh kommt es zu einem brutalen Mord, der mir in dem Moment völlig unverhältnismäßig vorkam. Der Film ergibt für mich kein zufriedenstellendes Ganzes. Außerdem wirkt er mehr wie eine TV-Produktion als ein Kinofilm.