Paprika ★★★

9. Film unseres "Seltsame Filme" Marathons.

Wenn ich keinen vergessen habe, habe ich bisher in meinem Leben ganze zwei Anime-Filme gesehen: Die letzten Glüchwürmchen und 5 Centimeters per Second. PAPRIKA hatte nun also die Ehre, der dritte zu sein. Und im direkten Vergleich fand ich ihn ein wenig schwächer, wenn auch nur geringfügig. 3 Sterne sieht so wenig aus... aber es sind gute 3 Sterne von jemandem mit absolut keinem Anime-Bezug, und ich kann nachvollziehen, weshalb er eigentlich beliebter ist.

PAPRIKA sieht unheimlich gut aus. Die Szenen in den Träumen sind phantasievoll umgesetzt und dazu gibt es einen passenden Soundtrack, der ziemlich schräg klingt und dennoch Ohrwurm-Potential hat. Und ich war überrascht, dass ich der Geschichte sehr leicht folgen konnte. Bei japanischen Filmen habe ich immer die Befürchtung, dass sie wenig erklären und eine Spur zu abgedreht werden - und wenn man dann noch eine Handlung hat, in der es um die Verschmelzung von Traum und Realität geht, könnte es kompliziert werden. Aber im Vergleich zu z.B. Inception wirkt die Geschichte fast schon zu gradlinig. Auch die Sache mit Paprika an sich wird bereits im Vorspann erklärt, so dass wenig Raum für Verwirrung bleibt. Einerseits gut, andererseits ein bisschen schade. Am Ende hätte ich auch irgendwie mehr erwartet.

Alles in allem ein netter Film übers Träumen, dessen Handlung nicht ganz mit der Optik mithalten kann.