Parasyte: Part 1 ★★★½

Oh weh, oh Graus! Parasiten übernehmen die Gehirne von Menschen, um die Kontrolle über sie zu erlangen, aber einer von ihnen schafft es nur bis zur rechten Hand eines Schülers. Das ist der Stoff, aus dem vielversprechende Mangaverfilmungen sind!

Anfangs war ich absolut begeistert von PARASYTE. Die Mischung aus absurdem Humor, Blut, Dramatik und schrägen Effekten versprach ein kurzweiliges Monsterabenteuer zu werden. Leider verlor er dann aber etwas an Fahrt... Vielleicht wäre es keine schlechte Idee gewesen, die Geschichte von zwei auf einen Film zu verkürzen? Wirklich beurteilen kann ich das natürlich erst, nachdem ich den zweiten Teil gesehen habe. Und den enthält uns das Fantasy Filmfest leider aus unbekannten Gründen vor. Schade. Ich hätte gerne noch das Finale mitgenommen. Der Abbruch ist zwar hinnehmbar, weil es vorher eine Art Bosskampf gibt, aber man merkt doch, dass sie sich noch einiges für die Fortsetzung aufgespart haben.

Schwamm drüber, auch so macht der Film genug Spaß. Migi ist äußerst knuffig, obwohl er ja eigentlich nur an seinem eigenen Wohlergehen interessiert ist. Aber will man das einem Handparasiten verdenken? Leider laufen die Kämpfe meistens ziemlich ähnlich ab, und erst gegen Ende wird gezeigt, zu was Migi noch fähig ist. Wahrscheinlich ist das auch etwas, was in der Fortsetzung weiter ausgebaut wird. Was den Humor angeht, hält sich der Film mehr zurück, als ich nach den ersten Minuten erwartet hatte. Aber trotzdem ist es eher leichte Kost, wenn man die blutgierigen Parasiten nicht all zu eng sieht.

Fazit: Nach dem starken Anfang hatte ich zwar etwas mehr erwartet, aber auch so ist es ein netter Film geworden.

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