Passengers

Passengers ★★★½

Als romantische Liebesgeschichte ist der Film komplett unbrauchbar, aber als verstörender Psychothriller, der zu Diskussionen anregt, hat er für mich gut funktioniert. Die interessante moralische Frage die er stellt, wird schnell mit "was soll's" beantwortet, und damit stecken wir mitten in der unangenehmen Situation, dass ein Stalker das Leben seines Opfers zerstört hat und ihm dies auch noch verheimlicht. All die süßen Liebesfilm-Klischees wirken wie Hohn, wenn ich als Zuschauerin weiß, was eigentlich vor sich geht. Und ich mochte das. Es war gerade durch die Hochglanzoptik und die eigentlich sympathischen Schauspieler eine ungewöhnliche Mischung, die immer wieder für leichte Gänsehaut bei mir sorgte.

Eigentlich hätte ich PASSENGERS mehr Sterne gegeben, nur leider scheint es, dass der Regisseur eben doch mehr Richtung Liebesgeschichte als Psychothriller gehen wollte. Das Ende hat mich enttäuscht. Trotzdem bleibt der Film für mich aber über weite Strecken spannend, und ich würde nicht so weit gehen, dass das Ende ihn komplett ruiniert.