Rufus ★★½

Ein normaler Teenager ist Rufus, der plötzlich in einer amerikanischen Kleinstadt auftaucht, sicher nicht. Aber er will nichts über sich verraten, und so nimmt der örtliche Polizeichef ihn fürs erste bei sich auf. Rufus freundet sich mit dem Nachbarsmädchen an, aber dann holt ihn seine Vergangenheit ein.

Wenn man die erste Minute des Trailers gesehen hat (lieber nicht komplett, er verrät viel), kann man sich schon ziemlich gut vorstellen, was für eine Art Film einen erwartet. RUFUS ist vor allem ein Teenie-Drama über einen Außenseiter, der versucht, akzeptiert zu werden. Nur dass er halt viele Eigenarten hat, die alles andere als üblich bei Menschen sind. Er trifft auf zwei Teenies, die ebenfalls ziemliche Probleme zu haben scheinen - zumindest psychisch. Und so klagt man sich gegenseitig sein Leid mit tiefsinnigen Blicken. Ein ziemliches Elend, bei dem Rufus noch am sympathischsten wirkt, obwohl ich mich frage, wieso er vor dem Mädel nicht sofort schreiend weggerannt ist. Die war doch furchtbar gruselig mit ihrem "Spiel", oder bin ich etwa zu verklemmt für diese Generation?

Insgesamt fand ich den Film trotz teilweise sehr seltsamer Ideen und wenig schlüssigen Erklärungen ganz in Ordnung. Nicht richtig mies, aber auch nicht richtig gut. Einer von denen, die man beim Festival mit Dauerkarte mitnimmt und dann wahrscheinlich schnell wieder vergisst.

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