Scarab ★½

Inzwischen streamen wir alle zwei Wochen "spazibs Naja Sneaks" für gemeinschaftlichen Trashfilmgenuss, und diesmal war dieser ungewöhnliche Titel dabei. "Der Fluch des Scarabäus" sieht 10 Jahre älter aus, als er eigentlich ist, und die Letterboxd Beschreibung ist kompletter Käse. Denn niemandem von uns sind Nazis aufgefallen - ich möchte allerdings nicht ausschließen, dass das an einer freien Übersetzung für die deutsche Version liegen könnte. Aber auch so gab es eine Menge zu entdecken: Machthungrige Wissenschaftler, aufdringliche Journalisten, ägyptisch-multikulturelle Rituale, absurde Musikauswahl, Zauber, barbusige Tänzerinnen, Verfolgsungsjagden und sehr viele Türen, die an noch mehr seltsame Orte führten, an denen es sehr oft eine Bar gab. Dabei legt der Film ein überraschendes Tempo vor und wirkt nicht nur wegen des der miesen Tonqualität geschuldeten Hintergrund-Surrens immer eine Spur zu laut und hektisch. Langeweile kommt keine auf, was allerdings nicht heißen soll, dass das Drehbuch nicht völlig wirr wäre. Undenkbar, dass hier keine Drogen im Spiel waren. Man kann sich nie sicher sein, was für ein Quatsch als nächstes passiert, und dafür gibt es von mir eine Empfehlung in der Sparte "merkwürdiger 80er Trash".