Some Kind of Hate ★★

SOME KIND OF HATE nimmt sich ein ernstes Thema vor, denn es geht um Mobbing und Selbstverletzung. Das kann leicht in die Hose gehen, wenn die nötige Sensibilität fehlt. Dass der Film ins Übernatürliche geht, macht es nicht unbedingt einfacher. Sein größtes Problem ist aber, dass die Charaktere allesamt so klischeehaft wirken, dass er fast schon einen gewissen Trash-Charme entfaltet. Der Protagonist zum Beispiel schlurft durch die Gegend, als würde die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern lasten. Ob man mehr dem Drehbuch oder den Schauspielern die Schuld geben muss, kann ich nicht genau sagen, aber vieles wirkt einfach nur billig.

Der Film würde am ehesten als trashiger Geisterthriller funktionieren, wenn er in der ersten Hälfte bloß etwas mehr Tempo hätte. Es dauert nämlich sehr lange, bis wir erfahren, um was es überhaupt geht. Bis dahin zieht sich die Geschichte wie Kaugummi.

Ein Pluspunkt, für den ich SOME KIND OF HATE immerhin die 2 Sterne gebe, ist allerdings das "Geisterkonzept", das ich in dieser Form noch nicht gesehen habe. Wäre der Film einfach besser gemacht gewesen, mit überzeugenderen Charakteren und einem strafferen Drehbuch, hätte daraus etwas richtig Gutes werden können. Leider wurde zu viel Potential verschenkt.

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