Son of Godzilla ★★★

Mit FRANKENSTEINS MONSTER JAGEN GODZILLAS SOHN werden die Trash- und Humor-Schrauben noch ein Stückchen weiter gedreht, denn das Verhalten von Godzilla wirkt noch menschlicher als in den letzten Filmen. Wenn er sich liebevoll um seinen Nachwuchs kümmert und ihm beispielsweise beibringt, wie man den Energiestrahl einsetzt, wird es richtig albern. Hier muss also wirklich eine große Warnung für alle ausgesprochen werden, die Trash nichts abgewinnen können. Dazu kommt eine deutsche Synchro, der man auch ohne das japanische Original zu verstehen anmerkt, wie wenig sie sich daran hält. Um die albernen deutschen Titel der Reihe zu rechtfertigen, werden die mutierten Rieseninsekten auf der Insel immer wieder als "Frankensteins Monster" bezeichnet. Und die Dialoge ergeben teilweise überhaupt keinen Sinn.

Godzillas Sohn Minilla sieht für mich aus heutiger Sicht nicht sonderlich süß aus, sondern eher wie eine unförmige Gummiwurst auf Beinen. Aber er wurde tatsächlich eingebaut, um durch seine Niedlichkeit mehr Frauen in die Godzillafilme zu locken. Na gut, gegen Ende wächst er einen dann ja doch noch ans Herz. Außerdem handelt es sich hierbei um den bis dahin günstigsten Film der Reihe, was man vor allem daran merkt, dass wieder auf einer Insel gedreht wurde. Keine zerstören Städte also. Dafür geht es um Wetter-Experimente, die für einige hübsch anzusehende Effekte sorgen.

Godzillas Gegner sind unverbrauchterweise Insekten, die nicht noch in zig Fortsetzungen auftauchen. Das macht sie ganz interessant, ihnen fehlt allerdings der Charakter der meisten bekannteren Monster.

Insgesamt wirkt SON OF GODZILLA wie gesagt sehr trashig, aber ich kann nicht bestreiten, dass er einen gewissen, naiven Charme hat.